Sind Aufstellungen anstrengend oder gefährlich?

Für Lösungen brauchen wir kein großes Drama. Es geht nicht darum, Gefühle wie Wut oder Verachtung intensiv auszudrücken („in das Gefühl zu gehen“), sondern innerlich zu fühlen und sich dann weiterzubewegen in Richtung Lösung. In meinen Aufstellungen wird niemand körperlich oder verbal bedroht. Spontane authentische Schmerzensschreie sind aber möglich und wirken dann auch befreiend.

Für Aufstellungen braucht man ein relativ gefestigtes Ich. Psychotiker, gegebenfalls auch Borderliner, sollten deshalb nicht aufstellen.

Menschen mit schweren Schicksalen verleihen uns Kraft, wenn wir ihnen einen Platz in unserem Herzen geben. Nicht selten sind gerade die Menschen, vor denen wir Angst haben, dann in der Aufstellung die, von denen der größte Segen ausgeht.

Stellvertreter zu sein ist ein Liebesdienst, der große Achtung verdient. Jeder kommt in der Regel gut aus der Rolle wieder raus. In seltenen Fällen helfe ich mit Ritualen.

Jeder in der Gruppe gewinnt etwas für sich, alle geben und nehmen. Das eigene Anliegen ist auch ein Geschenk an die Gruppe und die Themen der anderen Gruppenteilnehmer sind auch Geschenke für den Einzelnen.

Mit klarem Geist und Wärme im Herzen gehen wir auseinander. Sogar mein Aufstellungsraum fühlt sich am Ende gesäubert an.

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