Was sind Bewegungen der Seele?

Im Grunde sind Aufstellungen wenn sie gut ablaufen immer Bewegungen unserer Seele. Im engeren Sinne ist hier aber eine Weiterentwicklung des Familienstellens gemeint. Während in der klassischen Aufstellungsform der Leiter mit den Stellvertretern kommuniziert (Fragen, Feedbacks, Anregungen und Lösungssätze), diesen Plätze im Raum zuweist oder spezielle Rituale oder Handlungen vorschlägt, werden bei den Bewegungen der Seele die Stellvertreter ihren Impulsen ganz überlassen und es ist auch wichtig, dass niemand spricht. Dadurch können sehr intensive Vorgänge in Gang gebracht werden und schöne überraschende Lösungen entstehen.
In der Praxis verwende ich meistens die klassische Aufstellungsform. Innerhalb dieser lasse ich aber öfters über eine bestimmte Zeitspanne die Bewegungen der Seele in reiner Form zu. Wichtig ist auch, dass nur wenige Aufstellungs-Subjekte (Einzelpersonen oder Kollektive) an diesen Bewegungen beteiligt sind. Bewegungen der Seele sind inhaltlich vor allem bei Täter-Opfer-Konstellationen angesagt. Wir erreichen so leichter eine höhere menschliche Verbindungs-Ebene (als die innerhalb der Familiensysteme), die hier Lösungen überhaupt erst möglich macht.

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